Durch Stürze zur Demut

veröffentlicht am Dienstag, 1. September 2020 von Matthias Altwegg
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Da ich morgen an der Schulter operiert und anschliessend «schreibhandicapiert» sein werde, mache ich mich schon mal an die Arbeit für das Vorwort. Diese OP ist die Folge eines Sturzes mit dem Bike an der Rigi. In meiner letzten Predigt erwähnte ich folgende Bibelstelle: «Vor dem Sturz ist das Herz eines Mannes stolz; und ehe man zu Ehren kommt, muss man demütig sein» (Sprüche 18,12 Lut).

Salomo sagt, dass man durch Stürze vom Stolz zur Demut kommt. Wunderbar sichtbar wird dies am Beispiel von Josef. Als Teenager war er ein stolzer und verwöhnter «Schnudergoof» mit Allüren. Die Art und Weise, wie er über seine Träume sprach, triefte vor Stolz. Dann folgten 13 Jahre mit schwerwiegenden Stürzen voller Ungerechtigkeiten und Demütigungen. Mit 30 Jahren wurde seine stolzen Träume Wirklichkeit. Er rettete sein Volk vor dem sicheren Hungertod. Gott schliff seinen Charakter und machte ihn brauchbar für eine grosse Berufung.

Auch mit dir und mir will Gott etwas Bedeutsames bewegen auf dieser Welt. Wenn es nicht geschieht, liegt es nicht daran, dass Gott keine grossen Träume mehr schenkt, sondern dass wir uns den Stürzen verschliessen. Jemand sagte einmal: Vergeude niemals eine Krise. Das Leben bietet uns viele Stürze. Die Frage ist, was wir damit machen. Sehen wir darin eine Chance, zu einem gesunden demütigen Menschen zu wachsen? Gott will uns durch Stürze vom hohen Ross holen und uns als geeignete Werkzeuge für den Bau seines Reiches einsetzen. Wenn das geschieht, bekommt ein Leben Kontur und Farbe.

Der Sturz an der Rigi ist für mich ein Sinnbild und erinnert mich daran, dass ich auch andere Stürze als Chance sehen will. Vergeude niemals eine Krise!

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