Mission impossible?

veröffentlicht am Dienstag, 26. Oktober 2021 von Matthias Altwegg
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Die aktuelle Lage mit den Covid-Vorschriften des Bundesrates fordert uns als Gemeindeleitung gerade ziemlich heraus. Wie aus einer Mission impossible (unmöglicher Auftrag) eine Mission possible (mögliche Aufgabe) werden kann.

Im Moment läuft es bei uns am Sonntag so, dass wir im Zentrum einen zertifizierten Gottesdienst durchführen. Die Leute schätzen es, dass sie ohne weitere Einschränkungen wie z.B. der Maskenpflicht mitsingen und mitfeiern dürfen. Über Livestream sind wir mit der Lounge verbunden, wo Leute dazu eingeladen sind, ohne Zertifikat, aber dennoch in einer Gemeinschaft, den Gottesdienst zu zelebrieren. Wenn immer möglich ist einer der Pastoren in der Lounge, um die Leute persönlich zu begrüssen. Auch eine Person des Gebetsteams ist vor Ort und betet gerne für Menschen. In dieser kleineren und überschaubaren Gemeinschaft liegen durchaus besondere Chancen.

Als Gemeindeleitung machen wir uns regelmässig Gedanken darüber, wie wir die Situation verbessern können. Zum Beispiel haben wir Abklärungen getroffen, ob wir am Sonntag vor dem Gottesdienst eine Teststation einrichten könnten. Leider entpuppte sich dieses Vorhaben als sehr kompliziert und nicht praktikabel. Wären zwei Gottesdienste nacheinander ohne Zertifikat eine gute Lösung? Für uns wäre das eine gute Option. Allerdings wurde uns von Seiten der Mitarbeiter signalisiert, dass nicht alle dazu bereit wären. Dazu kommt, dass die Kapazität von zwei Gottesdiensten immer noch sehr gering im Verhältnis zur Gemeindegrösse wäre. Denn die aktuell erlaubten 50 Personen beinhalten auch die Mitarbeiter. Daher könnten wir pro Gottesdienst nur knapp 30 Besucher willkommen heissen. Ein Vorschlag an uns war, dass wir ein Zelt mit Heizstrahlern aufstellen könnten und so eine Outdoor-Veranstaltung mit mehr Kapazität hätten. Beim näheren Prüfen merkten wir, dass auch diese Lösung die Mitarbeiter und unser Budget sehr herausfordern würde. Zudem würden wir in der kalten Jahreszeit sehr viel Energie an die Umwelt verschwenden.

Uns ist aber schmerzhaft bewusst, dass bei der aktuellen Lösung nur die nicht-zertifizierten Leute ein Opfer bringen müssen. Das gefällt uns gar nicht. Die Tatsache, dass sich bis jetzt nie mehr als 27 Personen in der Lounge einfanden, zeigt, dass es auch für die potenziellen Teilnehmer nicht befriedigend ist.

Wir arbeiten nun daran, dass die zwei Standorte im gleichen Mass attraktiv sind. Deshalb soll in der Lounge ebenfalls eine Kamera installiert werden, so dass in Zukunft gewisse Programmpunkte wie Begrüssung, Vorstellung von Leuten oder Predigt in der Lounge durchgeführt werden können und die Leute im Zentrum über Livestream dabei sind. Wir können das in einem ersten Schritt mit bescheidenen Mitteln umsetzen. Allerdings bremsen uns die Lieferfristen von gewissen Bauteilen etwas aus.

Als Gemeindeleitung merken wir, dass wir bei jeder Entscheidung Menschen enttäuschen. Es ist also eine Mission impossible. Ob daraus doch noch eine Mission possible werden kann, liegt an jedem Einzelnen. Wenn du bereit bist, Teil der Gemeinschaft zu bleiben, auch wenn es dich ein Opfer kostet, wirst du Teil der Lösung. Dazu laden wir dich ganz herzlich ein!

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Alisa
Alisa (@guest_141)
28. Oktober 2021 11:43

Danke Matthias für das Teilen euren Gedanken und Herausforderungen. Ich finde die aktuelle Umsetzung den Umständen entsprechend sehr gut und bin dankbar, dürfen wir weiterhin als Gemeinde zusammenkommen.

Über den Autor

Matthias Altwegg

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