seetal chile Poscht 11/2020

Alle Neuigkeiten auf einen Blick.

Liebe Freunde der seetal chile

von Matthias Altwegg

Seit nunmehr mehr als sieben Monaten sind wir herausgefordert, immer wieder das passende Schutzkonzept für uns als Kirche zu finden. Dabei machen wir interessante Erfahrungen. Nach jeder Entscheidung gibt es einzelne Leute, die sich schwertun. Einige wollen sich nicht anmelden, andere verhöhnen die Maskenpflicht. Einige haben selbst grosse Angst, andere reden darüber, dass wir als Christen ja sowieso unter dem Schutzschild Gottes stehen und keine Angst vor diesem Virus haben müssen.

In den ganzen Diskussionen wurde mir bewusst, dass wir in zwei Spannungsfeldern leben. Das erste betrifft die Gemeinde, die einerseits eine geistliche Dimension hat, dann aber auch eine irdische institutionelle. Wäre sie nur eine geistliche, könnten wir die Thematik ‘vergeistlichen’ und ohne Schutzmassnahmen auf Gott vertrauen. Wäre sie nur eine irdische, müssten wir sehr rigide alle Regeln minutiös einhalten und dennoch furchtsam sein. Unsere institutionelle Anleihe ist ein solides Schutzkonzept nach den Vorgaben der Behörden. Weil wir aber als geistliche Grösse Gottes Braut, Sein Leib, Sein Haus sind, können wir uns völlig angstfrei in seinen Armen geborgen wissen.

Das zweite Dilemma betrifft unsere Persönlichkeiten. Es gibt sehr gewissenhafte Leute, die gerne klare Regeln haben und diese auch einhalten. Andere wiederum geben sich selbst in ihrem Gewissen wesentlich mehr ‘Spatzung’ und legen die Regeln sehr weitherzig aus. Der Lösungsansatz in diesem Spannungsfeld ist, dass wir achtsam miteinander umgehen und den Nächsten höher achten als uns selbst.

Ganz persönlich gehöre ich zu der Sorte Menschen, die gut «eine Fünf gerade lassen» kann. Als Mitverantwortlicher für das ganze System inmitten aller Spannungen ist es mir dennoch wichtig, dass wir uns den Vorgaben der Behörden unterordnen. So entsteht ein Lebensraum für alle, in dem wir im Vertrauen auf unseren grossen Gott hoffnungsvoll und angstfrei leben können.

Unser Motto lautet: Wir versuchen die Anordnungen der Behörden gut umzusetzen, ohne uns dabei etwas nehmen zu lassen, was die Ausbreitung des Evangeliums fördert. Unser Blick richtet sich auf Jesus und nicht auf die Umstände.

Mitarbeit in der seetal chile

Eine Kirche, wie wir es sind, lebt vom Einsatz vieler Mitarbeitern. Wir erfreuen uns an ca. 200 Menschen, die einen Dienst tun. Dies ist eine typische Win-Win-Situation. Die Kirche profitiert enorm von der Gabenvielfalt und für den einzelnen Mitarbeiter ist es Ehre, seine Zeit und Leidenschaft auf diese Weise in das Reich Gottes zu investieren.

Trotz den vielen Mitarbeitern gibt es weiterhin viele Teams und Dienste, die Verstärkung brauchen. Falls du auch von einer Mitarbeit profitieren willst 😉, kannst du dich jeweils am Sonntag bei der info egge melden. Dort findest du eine Liste der freien Stellen.

Allerdings wollen wir nicht nur die bestehenden Löcher stopfen, sondern einen Dienst finden, der Freude macht und der Begabung entspricht. Als Hilfe für diese Suche gibt es einen Flyer, auf dem alle Bereiche aufgelistet sind. Gerne kannst du diesen Flyer bei der info egge verlangen und dich für ein Gespräch melden, bei dem wir dich mit Freuden individuell beraten.

Wir freuen uns auf dich. Du bist wichtig für unsere Kirche!

Teens-Segnung

von Luca Staehelin

In den vergangenen zwei Jahren waren Alisa Ramseier und ich mit sechs Jugendlichen in der Lifegroup unterwegs. Am 01. November feiern sie Teens-Segnung in unserem 10:00 Uhr Gottesdienst und stellen sich hier selbst vor:

Ich heisse Selina Amsler, wohne in Birrwil und mache meine Lehre auf der Valiant Bank in Aarau. In meiner Freizeit spiele ich Fussball und mache gerne etwas mit Freunden. Die Beziehung zu Jesus ist der wichtigste Bestandteil meines Lebens und GOTT hilft mir jeden Tag neu zu starten. Ich habe die Lifegroup als eine sehr schöne und gute Zeit empfunden und wir konnten uns immer gegenseitig stärken im Glauben.

Ich heisse Svea Spirgi. Seit zwei Jahren bin ich in der Lifegroup dabei. Ich durfte viele tolle Menschen ganz neu kennenlernen. Wie haben sehr viel gebetet miteinander. Dies hat mich sehr gestärkt. Meine Beziehung zu Gott ist mir sehr wichtig, da ich ihn im Alltag brauche und er mir viel Ruhe und Geborgenheit schenkt.

Mein Name ist Peniel Mohanatas und ich mache momentan eine Lehr als Pharma-Assistent. Die Lifegroup war für mich eine sehr wertvolle Zeit, in der ich mich mit guten Freunden intensiv über Jesus unterhalten konnte und auch so manche deftigen Diskussionen über den Glauben führen konnte. Ausserdem lernten wir wie wichtig Maizena fürs Kochen ist.

Ich heisse Immanuel Siffert und wohne in Dürrenäsch. Aktuell mache ich eine Lehre als Zeichner Fachrichtung Architektur. In meiner Freizeit spiele ich gerne Street Hockey in Lenzburg und mache Sport. Die Lifegroup war immer einen Ort indem man die Sorgen vergessen konnte und ein bisschen zusammen mit anderen Personen über Jesus austauschen konnte und zusammen eine Mahlzeit kochen durfte.

Ich bin Timon Siffert und studiere aktuell an der Neuen Kantonsschule Aarau (NKSA). In meiner Freizeit mache ich gerne zusammen mit meinen Freunden Sport, wie zum Beispiel Calisthenics oder Fussball. Ich durfte in der Lifegroup sehr vieles erleben. Am besten gefiel mir das offene Reden über Gott und die Gemeinschaft als Lifegroup.

Ich heisse Jannik Wildi, bin 15 Jahre alt und meine Hobbys sind Mofa fahren in der Region Aargau. Zu der Lifegroup: ich finde es eine sehr coole Gruppe in der man gemeinsam den Glauben erleben kann.

Désirée Erni, London

von Désirée Erni

Liebe Gemeinde

Zurück in England habe ich mich schnell wieder eingelebt. Auch wurde ich herzlich von meinem Team aufgenommen.

Mein Alltag sieht momentan so aus, dass ich einmal pro Woche ein grosses Plakat mit Zusagen von unserem Gott gestalten darf. Diese hängen wir dann draussen vor der Kirche auf, wo es die Menschen, die vorbeigehen sehen können. Ich helfe im Wohltätigkeitsladen mit, erlerne die Gujarati Sprache und ab und zu darf ich Bibelleseunterricht geben. Wir machen Strasseneinsätze, wo wir Obdachlosen Essen bringen, für sie beten und ihnen von Jesus erzählen. An einem Abend betete ich um Erweckung unter den Gujaratis. Als wir am nächsten Tag auf die Strasse gingen, trafen wir einen älteren Mann an, welcher Gujarati war. Meine Kollegin konnte ihm einen Teil von ihrem Zeugnis erzählen und am Ende durften wir auch noch für ihn beten. Für mich war diese Begegnung so ermutigend, weil es wie Gottes Antwort auf meine Bitte war. Er zeigte mir, dass der Heilige Geist dran ist, an den Herzen dieser Menschen zu wirken.

Momentan bereiten wir ein wöchentliches Treffen vor für unsere Nachbarschaftskinder. Die meisten dieser Kinder kommen aus hinduistischen Familien. Bitte betet doch für offene Herzen.

Die Herausforderungen für uns hier sind Reglungen zu Corona, die einige Aktivitäten nicht mehr möglich machen. Trotzdem möchte ich unseren Gott loben, dass wir uns jetzt schon zum zweiten Mal für den Gottesdienst treffen konnten. Und er beschenkt uns mit neuen Ideen. So können wir neu hoffentlich bald online Evangelisation durchführen.

Eine grosse Gebetserhörung ist, dass ich an den Ort ziehen kann, wo wir unsere Einsätze machen. Das hilft, um neue Freundschaften aufzubauen. Bisher habe ich in einem anderen Stadtteil gelebt. Am Anfang fühlte ich mich teilweise etwas einsam, doch ich erlebte auch hier sehr Gottes Treue. Danke für eure Gebete für neue Freundschaften.

Vielen Dank für Eure Unterstützung und bis bald. Eure Désirée

Falls du den Rundbrief von Désiree abonnieren willst, kannst du dich bei ihrer Kontaktperson Marina Trüeb (marina.trueeb@hotmail.com / 079 789 18 86) melden.

Unsere Finanzen

von Christoph Leimgruber

Weiterhin sind wir sehr beeindruckt von der Entwicklung unserer Finanzen. Monat für Monat benötigen wir über Fr. 40’000.-. Ist es nicht erstaunlich, dass so viel Geld zusammenkommt? Nebst dem Staunen wollen wir dir herzlich für deinen Beitrag an dieses Wunder danken!

Infos zu Personen

Silas Grütter liess seine Mitgliedschaft von seiner früheren Gemeinde, der FEG Gwatt, zu uns überschreiben. Herzlich willkommen bei uns! Demnächst wird er zum ersten Mal am E-Piano auf der Bühne stehen.

Markus und Cindy Inäbnit zügeln ihre Mitgliedschaften mit nach Stein am Rhein, wo sie ab dem 1. November als Pastorenehepaar an den Start gehen.

Mutationen in der Mitarbeit: Daniel Rindlisbacher, Tom Amsler, Stephan Siffert und Hannes Haller verabschieden sich aus dem Reinigungsdienst. Rebecca Merz verlässt das Moderationsteam. Vielen herzlichen Dank für euren langjährigen treuen Einsatz! Als Nachfolgerin von Moderatorin Rebecca dürfen wir Michelle Wehmann begrüssen. Wir freuen uns auf dich und wünschen dir einen guten Start, liebe Michelle.

Für die Agenda

Am 08. November laden wir wieder zu einem seetal chile Talk ein. Unser Gast wird Nathalie Schertenleib, sein. Sie gehörte zum Schweizer Leichtathletik-Nationalkader, bis ein Burnout und eine Depression sie aus der Bahn warf. Du kannst den Talk auch von Zuhause aus im Livestream mitverfolgen. Auch diese Form bietet dir eine gute Möglichkeit, Leute einzuladen, die Jesus noch nicht kennen.

Am 13. November um 20:00 Uhr befassen wir uns im Kirchgemeindehaus Seengen mit der Situation von verfolgten Christen auf dieser Welt. Wir wollen mit diesem Anlass bewusst ein Zeichen setzen und gerade in dieser speziellen Zeit über den Tellerrand hinausblicken. Damit für die Registration (Contact Tracing) genug Zeit bleibt, ist die Türöffnung um 19:30 Uhr. Dieser Anlass findet im Rahmen der Evangelischen Allianz Aargauer Seetal statt.

Sollte es kurzfristige situationsbedingte Änderungen geben, erfährst du dies durch das Wochenmail und auf unserer Webseite.

Infos in aller Kürze

Simi Wick und Jonas Hauser haben unseren Bandraum im UG des Jugendhauses neu eingerichtet und aufgerüstet. Der Grund ist der, dass die Bandproben in Zukunft nicht mehr am Donnerstagabend auf der Bühne im Zentrum, sondern zu einem beliebigen Zeitpunkt unabhängig eines Audiotechnikers im Bandraum stattfinden kann.

Rückblick

Termine

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