Vorwort us de seetal chile poscht April 2019

Kleingruppe

Paulus erklärt: «Meine Aufgabe bestand darin, den Samen in eure Herzen zu pflanzen, und Apollos hat ihn bewässert; aber es war Gott – nicht wir -, der ihn wachsen liess» (1Korinther 3,6). Gott lässt wachsen! Wir freuen uns über das Wachstum, das er bei uns bewirkt und nehmen die damit verbundene Verantwortung gerne an. Beispielsweise bekommen die Kleingruppen eine neue Funktion.

In einer überschaubaren familiären Gemeinde kennen sich alle untereinander. Neue Leute gewinnen schnell den Überblick und können in der grossen Gemeinschaft recht leicht Heimat finden. In dieser Art Gemeinde sind die Kleingruppen eine zusätzliche Möglichkeit, um im kleineren Rahmen Gemeinschaft zu haben. Oft treffen sich in diesen Gruppen über viele Jahre die gleichen Leute und pflegen ihre Freundschaften.

In einer grösseren Gemeinde verändern sich die sozialen Strukturen grundlegend. Man kommt in den Gottesdienst und hat den Eindruck, dass man die Hälfte der Leute nicht mehr kennt. Diese Erfahrung ist mit einem Schmerz verbunden. Später realisiert man, dass dies durchaus auch einen Reiz hat. Am meisten werden jedoch «neue» Leute heraus-, wenn nicht sogar überfordert. Zwar entstehen bald viele schöne Erstkontakte, doch bis man wieder auf die gleichen Leute trifft, können Wochen vergehen. So ist es natürlich schwierig, eine echte Heimat zu finden.

Je grösser die Gemeinde, desto wichtiger die Kleingruppen! Tatsächlich kommt in grösseren Gemeinden bei der Integration von neuen Leuten den Kleingruppen eine Schlüsselrolle zu. Die Kleingruppen sind hier soziologisch gesehen nicht mehr Treffpunkt von Freunden, sondern ein Ort der Gastfreundschaft, wo neue Leute von den bisherigen aufgenommen und integriert werden. Nicht selten entstehen durch diesen Mix gute Freundschaften fürs Leben. Das «Willkommen heissen» von neuen Leuten erfordert die Bereitschaft, die Gruppe bei Bedarf zu teilen. Es könnte sogar zum erklärten Ziel werden, bis in einem Jahr die Gruppe zu teilen.

Nebst diesen «soziologischen» Aufgaben, geht es in den Kleingruppen vor allem darum, den Glauben im Alltag umzusetzen und geistlich zu wachsen. Gemeinsam wollen wir das in der Predigt Gehörte in den Alltag übersetzen.

Dieses neue Denken wird uns in den nächsten Monaten und Jahren noch etwas herausfordern. Bleiben wir dran, es lohnt sich!

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Matthias Altwegg

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